Nach Lärmbelästigung heftige Rangelei mit der Polizei
Eine Gruppe von Jugendlichen in Hellersdorf sorgte in den frühen Sonntagmorgenstunden mit ihrer Automusikanlage für Unmut bei den Anwohnern. Einige Bewohner des Teterower Rings fühlten sich durch die laute Musik, das Stimmgewirr und Gelächter der 10 bis 15 Personen die sich um das Auto versammelt hatten, gestört und alarmierten die Polizei.
Die Polizisten forderten die Jugendlichen auf sich zu entfernen. Da schlug die Stimmung in Aggression um. Die Jugendlichen begannen mit den Polizisten zu diskutieren. Dann wurden die Beamten teilweise bedrängt. Ein 19-Jähriger, der sich als Rädelsführer hervortat, ermutigte die Jugendlichen immer wieder vor Ort zu bleiben. Er erhielt daraufhin einen Platzverweis. Auch dieser Versuch blieb erfolglos. Die Polizei versuchte nun den jungen Mann in Gewahrsam zu nehmen. Plötzlich flippte der 19-Jährige aus. Er schlug mit Händen und Füßen um sich, beschimpfte die eingesetzten Polizisten und versuchte immer wieder zu flüchten.
Bei dem Fluchtversuch stürzte er zusammen mit einem Polizeibeamten zu Boden. Mehrere Heranwachsende aus der Gruppe kamen ihm nun zu Hilfe. Sie versuchten ihn wegzuziehen und beleidigten die Beamten. Besonders aktiv agierte hierbei der 21-jährige Bruder. Erst mit Unterstützung weiterer Kollegen und durch den Einsatz von Pfefferspray gelang es den Polizisten die aggressive Gruppe auf Abstand zu halten und den 19-Jährigen sowie seinen 21-jährigen Bruder vorläufig festzunehmen.
Beide wurden durch die Polizeibeamten zu einer Gefangenensammelstelle gebracht, wo ihnen jeweils Blut abgenommen wurde. Während der 21-Jährige im Anschluss wieder frei gelassen wurde, musste sein jüngerer Bruder bis zum nächsten Morgen im Gewahrsam der Polizei bleiben.
Ein Polizeibeamter erlitt bei der Rangelei mit dem 19-Jährigen Verletzungen am Arm. Die Polizisten schrieben Strafanzeigen wegen versuchter Körperverletzung, Widerstands und versuchter Gefangenenbefreiung sowie eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen unzulässigen Lärms.