Festnahme nach Demonstration zum Gedenken an türkische Soldaten – Polizist erlitt Knalltrauma
Am Sonntag kam es laut Polizeiangaben im Anschluss an eine Demonstration, die von Neukölln nach Kreuzberg führte, in den Abendstunden zu Auseinandersetzungen zwischen mehreren Jugendlichen und der Polizei.
Cirka 16.00 Uhr versammelten sich am Hermannplatz in Neukölln Demonstranten, um einen Marsch zum Thema „Gedenken an die türkischen Soldaten“ durchzuführen. Die Versammlung setzte sich gegen 16.45 Uhr mit zirka 1.300 Teilnehmern über die Kottbusser Straße und den Kottbusser Damm in Bewegung. Im weiteren Verlauf der Wegstrecke stieg die Teilnehmerzahl auf bis zu 1.600 Personen an.
Gegen 17.30 nahmen Einsatzbeamte am Kottbusser Damm Ecke Maybachufer einen Demonstranten fest, da dieser sich vermummt hatte. Gegen 18.00 Uhr erreichte die Demo den Endplatz am Kottbusser Tor. Dort wurde die Veranstaltung durch den Versammlungsleiter beendet.
Jedoch warf dann ein ehemaliger Versammlungsteilnehmer am Kottbusser Tor eine Flasche, woraufhin es kurzfristig zu einer Auseinandersetzung zwischen türkischen Jugendlichen und den Einsatzbeamten kam. Außerdem mussten Polizisten ehemalige Demonstranten von kurdischen Besuchern eines Cafés in der Adalbertstraße trennen. Die Beamten nahmen insgesamt sechs Personen fest und leiteten 23 Strafermittlungsverfahren. Hierbei ging es unter anderem um Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährliche Körperverletzung.
Ein Polizist wurde von einem Feuerwerkskörper getroffen. Dabei erlitt er ein Knalltrauma und musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.