Bus beschossen – Tatverdächtige überführt
In der Nacht zum Sonntag wurde in Tegel ein Bus der BVG beschossen. Der Fahrer befuhr gegen 1.50 Uhr mit dem Bus die Gorkistraße als er einen Knall hörte und sah, dass die Scheibe neben dem Einstieg zersplittert war.
Zur Tatzeit waren zehn Fahrgäste in dem Fahrzeug, die vor dem Eintreffen der alarmierten Polizisten gegangen waren. Die Beamten entdeckten in der kaputten Scheibe ein 5 mm großes Loch. Zwischenzeitlich hatten Zeugen über 110 die Polizei einige Hausnummern weiter in die Gorkistraße alarmiert, weil dort aus einer Wohnung heraus geschossen worden war.
Die Polizei ging dieser Spur nach und begab sich zu der angegebenen Wohnung. Der Mieter öffnete die Tür und ließ die Beamten in die Wohnung. Dort befanden sich noch drei weitere Personen. Alle vier bestritten jedoch den Tatvorwurf und leugneten den Besitz von Waffen.
Bei der Durchsuchung der Wohnung, zu der der Wohnungsinhaber einwilligte, wurde in einem Schrank ein PTB Revolver entdeckt. Der 21-Jährige führte die Polizisten nach einiger Zeit in das Badezimmer seiner Wohnung, wo sich hinter einer Revisionsklappe zwei CO2 Waffen befanden. Über die Herkunft der Waffen und deren Benutzung machte er keine Angaben.
Die Waffen wurden beschlagnahmt. Ob die Schussabgaben aus der Wohnung und die Beschädigung an dem Bus im Zusammenhang stehen, muss die Polizei nun ermitteln.