Schornstein dicht – Mutter und Sohn erleiden Rauchgasvergiftung

Schornstein dicht – Mutter und Sohn erleiden Rauchgasvergiftung

Es war vermutlich ein verschlossener Schornstein, der dazu führte, dass sich eine 39-jährige Mutter und ihr elfjähriger Sohn am Montag in ihrer Wohnung, in der Fregestraße, eine Rauchgasvergiftung zuzogen.

Die Feuerwehr hatte beide zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. In Verdacht geriet zunächst die in der Wohnung der beiden befindliche Gastherme, an der ein Notdienstmitarbeiter einen Defekt feststellte.

Die heute Vormittag informierte Polizei zog für ihre Ermittlungen den Bezirksschornsteinfeger hinzu und stellte auf dem Dach fest, dass jemand eine Plastikscheibe mittels Silikon luftdicht auf den Schornstein gedrückt und die Ecken zusätzlich verschraubt hatte. Verbrennungsgase konnten nicht mehr abziehen. Die Befragung von Bewohnern ergab vorläufig, dass möglicherweise ein Mieter oder eine Mieterin ohne Rücksprache mit der Hausverwaltung einen Dachdecker bestellt hatte, weil Regenwasser durch das Dach kam. Dieser muss dann, ohne zu prüfen, ob der Schornstein noch in Betrieb war, diesen verschlossen haben. Die Scheibe wurde sofort entfernt. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

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