Couragierte Fahrgäste helfen Mitreisenden gegen rassistische Verbalattacken
Am Sonntagabend wurde ein 37-jähriger in einer S-Bahn aus einer Gruppe heraus mit rechten Parolen beschimpft. Couragierte Mitreisende standen dem Opfer jedoch bei und halfen bei der Identifizierung der Täter.
Der Deutsche mit gambischer Abstammung, traf gestern Abend gegen 22.30 Uhr in der S-Bahn der Linie 5 auf die vierköpfige Gruppe. Die drei Männer und eine Frau im Alter von 21 bis 41 Jahren attackierten den Mann zwischen den Bahnhöfen Pichelsberg und Spandau mit rassistischen Beleidigungen und rechtsextremen Parolen.
Fahrgäste die mit dem Opfer unterwegs waren, stellten sich demonstrativ zu ihm. Über Notruf alarmierte Bundespolizeibeamte und Berliner Polizisten beendeten das Treiben am Bahnhof Spandau. Die Täter waren alkoholisiert. Bei ihnen fanden die Beamten einen Schlagring, Quarzhandschuhe und ein verfälschtes Dokument. Die Täter sind polizeilich vorbelastet, blieben jedoch auf freien Fuß. Gegen sie wurde Anzeige erhoben.