Trinkwasserqualität in Spandau durch coliforme Keime beeinträchtigt – Abkochgebot
Die Berliner Wasserbetriebe teilten mit, dass bei laufenden Routinebeprobungen des Trinkwassers im Wasserwerk Spandau coliforme Keime im Rohwasser festgestellt wurden. Das ermittelte am Donnerstag das Labor der Berliner Wasserbetriebe.
Man hat durch die sofortige Desinfektion des Reinwasserbehälters sichergestellt, dass kein belastetes Wasser weiter in die Trinkwasserversorgungsnetze gelangen kann. Bis Samstag, 30. Juli werden die Berliner Wasserbetriebe Netzbeprobungenvornehmen, um die Keimfreiheit des Trinkwassers im betroffenen Bezirk sicher nachzuweisen.
Vorsorglich sprechen die Berliner Wasserbetriebe ein Abkochgebot für den Berliner Bezirk Spandau aus. Insbesondere betroffen sind die Wohngebiete nördlich der Heerstraße bis zum Spandauer Forst und westlich der Havel bis zur Stadtgrenze zu Falkensee. Das bedeutet, dass Leitungswasser in Haushalten hier erst nach 20-minütigem Abkochen zum Trinken und zur Zubereitung von Speisen genutzt werden sollte. Dies gilt auch für Kaffeemaschinen und Zähneputzen. Für die Körperhygiene kann Leitungswasser weiterhin genutzt werden. Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten zunächst bis zum Samstag, 30. Juli 2011.
In Abstimmung mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin und dem Gesundheitsamt Spandau haben die Berliner Wasserbetriebe im Wasserwerk Spandau entsprechende Maßnahmen zur Sicherung der Qualität eingeleitet. Hierzu zählen umfangreiche Beprobungen. Ergebnisse dieser Analysen werden nicht vor Samstag erwartet. Die Berliner Wasserbetriebe werden die Bevölkerung über weitere Ergebnisse zeitnah informieren.