POST PORN POETRY – Ein Cut-Up von ZENTRALE

POST PORN POETRY – Ein Cut-Up von ZENTRALE

ZENTRALE kreiert einen offenen Raum, in dem das Thema LUST und MARKT verhandelt wird – und recherchiert. Auf dem Strich, beim Porno-Dreh, auf dem Börsenparkett.

Aus diesem Interviewmaterial, literarischen Vorlagen, selbstgeschriebenen Texten, mithilfe von Video und Sound, wird das Stück “Post Porn Poetry” unter der Regie von Agnes Hansch gesampelt. Ein Cut-Up. Rauschhaftes Zappen durch Geschichten der enthemmten Marktwirtschaft. In turbo-kapitalistischen Zeiten stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem menschlichen Körper, seinen sexualisierten Selbstinszenierungsstrategien, sowie seiner sprachlichen Repräsentation. Welche Körper setzen sich wie in Szene und mit welchen Worten bezeichnen sie sich? Welche Rolle spielt der Körper beim Verkauf von Gefühlen? In welchem Verhältnis stehen Selbstbestimmung, Dienstleistung und Preis?

Agnes Hansch, geboren 1980 in Rosenheim, studierte von 2000 bis 2001 Angewandte Theaterwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen, von 2001 bis 2004 studierte sie Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch” Berlin. 2004 wurde sie im Körber Studio Junge Regie mit dem ersten Preis für ihre Inszenierung des “Agamemnon” von Aischylos ausgezeichnet. Von 2004 bis 2005 folgte eine Regieassistenz am Staatsschauspiel Dresden. Dann längere Pause vom Theater, Studium der Islamwissenschaften und Arabistik an der Freien Universität Berlin. 2010 gründete sie ZENTRALE ein Künstlerinnenkollektiv für Theater, Performance und Tanz. „Post Porn Poetry“ ist ihre Diplominszenierung und zugleich erste Inszenierung am Maxim Gorki Theater.

Mit: Hanna Binder und Ivana Sajevic
Regie: Agnes Hansch
Bühne: Halina Kratochwil
Kostüme: Silvia Albarella
Video: Branka Pavlovic
Dramaturgie: Sophie Nikolitsch

Serviceinfo

Termin: Premiere Sa, 11. Juni 2011 um 20.15 Uhr; 12. Juni
Ort: Gorki Studio Berlin, Hinter dem Gießhaus 2, 10117 Berlin Stadtplan >>
Preis: 7-16 Euro
Karten: 030/20221-115

Foto: Post Porn Poetry © Bettina Stöß