Mit der Kamera auf Tauchgang – Deutsches Technikmuseum zeigt Unterwasserfotografien
Was verbirgt sich unter der spiegelnden Wasseroberfläche, die zwei Welten trennt? Welchen Anforderungen und Herausforderungen müssen sich der tauchende Fotograf und seine Ausrüstung stellen? Diese und weitere Aspekte beleuchtet ab Dienstag, den 01. März 2011, die neue Foto-Sonderausstellung „Unterwasserfotografie – mit der Kamera auf Tauchgang in verborgenen Welten“ im Deutschen Technikmuseum. Sie widmet sich damit einem Thema angewandter Fototechnik, von dem seit den Aktivitäten von Hans Hass in den 1940er Jahren eine besondere Faszination ausgeht.
Zitronenhai, Seekuh oder Fledermausfisch, Hecht, Seewolf oder Zackenbarsch, Kaffenkahn, antiker Anker oder Segler-Wrack – die Ausstellung präsentiert 80 Farbfotografien, die einen Einblick in die Vielfalt der Motive in tropischen Meeren und in unseren heimischen Seen und Flüssen vermitteln. Alle Aufnahmen stammen von Mitgliedern der “Berlin UW-Foto”, einem Zusammenschluss profilierter Unterwasserfotografen und Videografen aus dem Raum Berlin-Brandenburg. Dem Betrachter ermöglicht die Unterwasserfotografie einen authentischen Zugang zu den aquatischen Lebensräumen unseres Planeten und ihren Bewohnern. Als dokumentarische Naturfotografie mit eigener Ästhetik eröffnet sie Erkenntnisse und emotionale Bezüge zur Natur.
Die Entwicklung der erforderlichen Technik ist exemplarisch an Selbstbaugeräten sowie kommerziellen analogen und digitalen Kameras im Original nachzuvollziehen. Die Unterwasserfotografie gehört zu den aufwändigsten fotografischen Disziplinen. Sie stellt hohe Anforderungen an den Fotografen und seine Ausrüstung, da sie in einem dem Menschen fremden Lebensraum stattfindet. Einfühlungsvermögen und umfangreiches Wissen über die Existenzbedingungen unter Wasser sind notwendig, um intime Fotos von den Lebewesen in dieser verborgenen Welt machen zu können. Die Technik muss tauchtauglich, das heißt druck- und wasserdicht sein. Da das unter Wasser verfügbare natürliche Licht oft nicht ausreicht, die Farbigkeit der Unterwasserwelt einzufangen, ist für die meisten Fotos Kunstlicht erforderlich. Erst aufwändige Elektronenblitztechnik enthüllt in der Tiefe die Farbenvielfalt, die durch die Dichte des Mediums Wasser aus dem Spektrum des Lichtes absorbiert wird.
Die Sonderausstellung in der Galerie der Fototechnik-Dauerausstellung läuft bis zum 03. Juli 2011.
Serviceinfo
Termin: 01. März bis 3. Juli 2011
Öffnungzeiten: Di – Fr 9:00 bis 17:30 Uhr; Sa + So 10 bis 18 Uhr, Mo geschlossen
Ort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin Stadtplan >>
Eintritt: 4,50 / erm. 2,50 EUR
Foto: © bio-aqua.de Martin Mildenberger