Bandewannenmord: Tatverdächtiger in Rumänien festgenommen
Am Freitag wurde ein 27-Jähriger Mann inhaftiert, der in dringendem Verdacht steht, das Opfer, den 42-jährigen Mario GUHL, getötet zu haben. Am Morgen des 27. September vergangenen Jahres wurde das Opfer schwer verletzt in seiner Wohnung in der Stahlheimer Straße in Prenzlauer Berg in der Badewanne aufgefunden. Wenig später starb der Mann in einem Krankenhaus.
Die Ermittlungen ergaben einen dringenden Tatverdacht gegen einen 27-jährigen Rumänen. Die Beamten hatten herausgefunden, dass das Opfer seit ca. drei Wochen vor der Tat engen Kontakt zu einem Mann hatte, zu dem zunächst lediglich ein Foto vorlag und der als wichtiger Zeuge gesucht wurde. Die Veröffentlichung dieser Aufnahme Anfang Oktober letzten Jahres erbrachte jedoch keine Hinweise auf dessen Identität.
Durch Auswertung von E-Mail-Korrespondenz des Opfers, anderer Ermittlungen in dessen Umfeld und Zusammenarbeit mit Interpol Bukarest konnte dieser Zeuge schließlich als der 27-jährige Rumäne namhaft gemacht werden.
Nach Erkenntnissen der Polizei hatte er seit mehreren Monaten E-Mail-Kontakt zu GUHL, reiste Anfang September nach Berlin und lebte in der Folgezeit in der Tatwohnung. Er wird dringend verdächtigt, dem Opfer dann am Abend des 26.September die schweren, letztlich zum Tode führenden Verletzungen zugefügt zu haben. Anschließend dürfte er unter Mitnahme des Handys des Opfers geflüchtet und nach Rumänien zurückgekehrt sein.
Dort wurde er am Donnerstag vergangener Woche im Wege der Rechtshilfe festgenommen, nachdem das Amtsgericht Tiergarten zwischenzeitlich einen Haftbefehl wegen Raubmordes erlassen hatte.
Nach der Auslieferung am Donnerstag machte der Beschuldigte hier keine Angaben und wurde am Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der ihm den Haftbefehl verkündete.