Klimawandel unumkehrbar – Senat will mit “Klima-Plan” gegensteuern

Klimawandel unumkehrbar – Senat will mit “Klima-Plan” gegensteuern

Laut aktuellen Medienberichten wird sich der Klimawandel drastischer vollziehen als gedacht. Dabei kann niemand vorhersagen, in welchen Dimensionen die Änderungen der klimatischen Bedingungen auftreten und wie stark das Leben der Menschen in Zukunft dadurch beeinflusst wird. Fakt ist, auch Berlin will sich auf den Klimawandel einstellen und entsprechend anpassen.

Der Berliner Senat ist der Meinung, dass der globale Klimawandel auch mit den ambitioniertesten Klimaschutzzielen nicht mehr umkehrbar ist. Dies ist wissenschaftlich unumstritten. Mit der am Dienstag auf Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer vom Senat beschlossenen Stadtentwicklungsplan Klima soll nun ein zentraler Baustein vorliegen, um die Stadt für die klimatischen Herausforderungen zukunftsfähig zu machen.

Der „Klima-Plan“ soll einen Orientierungsrahmen für die gesamtstädtische räumliche Planung vorgeben, um die Anpassungen an den Klimawandel zu bewältigen. Er fügt sich damit in das klimapolitische Arbeitsprogramm des Senats ein. Dabei konzentriert sich der StEP Klima auf vier raumbezogene Handlungsfelder:

• Bioklima im Siedlungsraum,
• Grün- und Freiflächen,
• Gewässerqualität und Starkregen,
• Klimaschutz.

Ältere Menschen betroffen

Durch das Ansteigen der Temperaturen um bis zu 2,5 °C wird sich das Bioklima ändern. Das wird sich für ältere, kranke und vorbelastete Menschen negativ auswirken. Lange Hitzeperioden und kaum absinkende Nachttemperaturen machen schon Gesunden zu schaffen. Es ist darum wichtig, für Verschattung und Kühlung in der Stadt zu sorgen. Grün auf, an und um Häuser herum zu bringen ist eine Möglichkeit, das Bioklima zu verbessern und insbesondere in verdichteten Quartieren für Entlastung zu sorgen. Berlin ist schon eine grüne Stadt, doch können weitere kleinere, auch temporäre Grün- und Freiflächen einen Beitrag zur Abkühlung und für frische Luft bringen.

Senatorin Junge-Reyer erklärte dazu: „Die Sicherung und Steigerung der Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt sind die größte Herausforderung, vor die uns der Klimawandel stellt. Wir müssen uns zum einen an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels anpassen und zum anderen die vom Menschen verantworteten Ursachen des Klimawandels reduzieren. Der Stadtentwicklungsplan Klima leistet einen wesentlichen Beitrag, um Berlin fit für den Klimawandel zu machen und gesunde Lebensverhältnisse in der Großstadt zu sichern.“

Beispiele für die im “Klima-Plan” aufgeführten Aktivitäten sind der klimaangepasste Umbau des Görlitzer Parks und die nachhaltige Entwicklung des neuen Stadtquartiers Europacity Heidestraße. Die ökologische Gewässerentwicklung und Regenwasserbewirtschaftung der Stadtspree sowie der naturnahe Ausbau der Panke sind Maßnahmen gegen die zu erwartenden Starkregen und deren negative Folgen für die Gewässerqualität in der Stadt.

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