Schnelle Rückholung der 126.000 Fässer aus Atommüllager Asse II nicht möglich
Wie aus einem Interview von Ursula Heinen-Esser mir der Wochenzeitung
„Das Parlament“ hervor geht, dämpft das Bundesumweltministerium die Erwartungen auf eine schnelle Rückholung der 126.000 Fässer aus dem Atommüllager Asse II.
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser (CDU), sagte in einem Interview mit der Wochenzeitung „Das Parlament“: „Das dauert noch“. Sie sei nach wie vor von der Rückholung überzeugt. „Allerdings wissen wir jetzt, dass es alles nicht so schnell geht, wie wir uns das gewünscht haben“, fügte die CDU-Abgeordnete hinzu.
Heinen-Esser erklärte, anfänglich sei man davon ausgegangen, die Rückholung „in einem Zeitraum von zehn Jahren“ zu schaffen. Jetzt wisse man, „dass die Zeit zu knapp bemessen war“. Auf einem Workshop des Bundesamtes für Strahlenschutz Mitte Januar sei „die Rede von 30 bis 40 Jahren“ gewesen. „Das kennzeichnet die Bandbreite, in der wir uns bewegen“, betonte Heinen-Esser.
Mit Blick auf ein neues Endlagergesetz sprach sich Heinen-Esser dafür aus, Gorleben als möglichen Standort zu erhalten. Gorleben dürfe „nicht aus politischen Gründen aus dem Prozess herausgenommen werden“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin.
Quelle: Vorabmeldung zu einem Interview in der nächsten Ausgabe der Wochenzeitung
„Das Parlament“ (Erscheinungstag: 13. Februar 2012)