Westerwelle besorgt über Entwicklung auf den Malediven
Berlin – Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erkärte am Donnerstag in Berlin, dass die Bundesregierung die Absicht von Präsident Waheed, eine Regierung der “Nationalen Einheit” zu bilden, zur Kenntnis genommen hat.
Man geht davon aus, dass die Teilnahme aller großen im Parlament vertretenen Parteien eine entscheidende Voraussetzung für deren politische Autorität sein wird. Der deutsche Außenminister erwartet, dass die neue Führung des Landes die Prinzipien und Normen von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie respektiert und das Recht auf friedliche Demonstrationen garantiert.
In diesem Punkt scheint sich Westerwelle jedoch unsicher. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es, dass der deutsche Außenminister anhaltend besorgt über die jüngsten Entwicklungen auf den Malediven ist. Für Unmut sorgen dabei insbesondere die gewalttätigen Übergriffe gegen Mandatsträger und Unterstützer der Maldivian Democratic Party (MDP). Westerwelle empfiehlt der neuen Regierung, durch eine unabhängige Untersuchung der Ereignisse dieser Woche ihre nationale und internationale Legitimität zu konsolidieren.
Zwischenzeitlich rät das Auswärtige Amt von Besuchen der Hauptinsel Male ab. Wegen der politischen Krise kommt es in Male zum Teil zu gewalttätigen Demonstrationen. Nach derzeit vorliegenden Informationen erstrecken sich die gegenwärtigen Unruhen nicht auf die Flughafeninsel oder die Ferien-Resorts. Reisende sollten sich vor Reiseantritt bei dem jeweiligen Reiseveranstalter nach der aktuellen Lage erkundigen.