Bundesregierung unterzeichnet in Berlin Rohstoffpartnerschaft mit Kasachstan

Bundesregierung unterzeichnet in Berlin Rohstoffpartnerschaft mit Kasachstan

Berlin – Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler und der kasachische Minister für Industrie und Neue Technologien, Asset Issekeshev, haben am Mittwoch in Berlin ein Regierungsabkommen über eine Partnerschaft im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich unterzeichnet.

Die Unterzeichnung fand in Gegenwart von Bundeskanzlerin Merkel und dem kasachischen Staatspräsidenten Nasarbajev statt. Rösler und Issekeshev führten darüber hinaus ein Gespräch über die weitere wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder.

Rösler erklärte: “Der Zugang zu Rohstoffen ist nicht nur von technologischen Möglichkeiten abhängig, sondern auch von wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das heute unterzeichnete Abkommen mit Kasachstan bildet den politischen Rahmen, in dem Unternehmen in eigener Verantwortung Verträge schließen.”

Außerdem wurden etwa 50 Wirtschaftsvereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von drei Mrd. Euro unterschrieben.

Zentrales Element der Vereinbarung sind die Vereinbarungen zu den Seltenen Erden. Deutschlands Industrie ist sehr stark abhängig von diesen Metallrohstoffen. Die Verfügbarkeit dieser Metalle entscheidet in Zukunft über die Aufrechterhaltung des Hochtechnologiestandorts Deutschland. Es besteht einen starke Importabhängigkeit.

Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit einem Beitrag deutscher Unternehmen zur Industrialisierung Kasachstans verknüpft werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat zudem eine Vereinbarung mit dem Ministerium für Industrie und Neue Technologien der Republik Kasachstan zur Verlängerung der Investitions- und Innovationspartnerschaft bis 2015 unterzeichnet.

Laut Bundesministerium steht der Handel mit Kasachstan für 84 % des deutschen Handelsvolumens mit Zentralasien und für 61 % der deutschen Exporte in diese Region. Im Jahr 2010 erreichte der bilaterale Handelsumsatz 5,2 Mrd. Euro (+ 44% gegenüber Vorjahr).