Keine Einigung zwischen BVG und ver.di – Arbeitskampfleitung bereitet Protestaktion vor

Keine Einigung zwischen BVG und ver.di – Arbeitskampfleitung bereitet Protestaktion vor

In ihrer Sitzung am Donnerstag hat die ver.di-Arbeitskampfleitung, zuständig für die BVG und die Berlin-Transport (BT), eine erste gewerkschaftliche Aktion in der laufenden Tarifrunde beschlossen. Demnach will man am nächsten Montag schon mal eine Protestaktion starten. Nur um sich schon mal warm zu machen.

Am kommenden Montag findet ab 10.00 Uhr in der BVG-Zentrale an der Holzmarktstraße die 5. Verhandlungsrunde zwischen ver.di und der Arbeitgeberseite statt. Vor dem Verhandlungsbeginn, ab 9.30 Uhr, soll dann vor dem Gebäude eine Protestaktion stattfinden. Dort will man den Arbeitgebern eine Protestnote der Beschäftigten überreichen. ver.di erwartet zu dieser Aktion etwa 100 Teilnehmer.

Sowohl die Tarifkommission als auch die Arbeitskampfleitung werten das bislang vorliegende Angebot der Arbeitgeber als unzureichend. Das ist scheinbar Anlass genug, um schon vorweg weitere Aktionen vorzubereiten. So wurde die zuständige Tarifkommission aufgefordert, die notwendigen Beschlüsse zu fassen, damit auch Arbeitskampfmaßnahmen möglich sind. Laut ver.di-Richtlinien muss die Tarifkommission über mögliche Streiks beschließen. Wegen der damit verbundenen Auswirkungen wird ein derartiger beschlossener Antrag dann dem ver.di-Bundesvorstand zugeleitet.

Worum geht es der Gewerkschaft?

ver.di kritisiert die viel zu geringen Steigerungsraten im Arbeitgeberangebot und die angestrebte ungewöhnlich lange Laufzeit von vier Jahren. Die BVG/BT bietet demnach nur geringe jährliche Zuwachsraten an (2012: 1,2 Prozent; 2013: 0,8 Prozent, 2014: 1,0 Prozent und 2015: 1,2 Prozent).

Lothar Andres, ver.di-Verhandlungsführer, sagte dazu: „Wir haben das Angebot ausführlich diskutiert, aber weder die vorgeschlagenen Einkommenssteigerungen noch die lange Laufzeit werden von unseren Mitgliedern akzeptiert.“ Un weiter: “Wenn es nicht gelingt, in den Verhandlungen eine Verbesserung zu erreichen, wird sich der Konflikt zuspitzen. Es sei jetzt an den Arbeitgebern, mit einer deutlichen Angebotsverbesserung ein Entgegenkommen zu signalisieren.”