Streik an der Charité – Hohe Streikbeteiligung steigert Druck auf Arbeitgeber
Laut Gewerkschaftsangaben sind am ersten Streiktag an der Berliner Charité mehr als 2.000 Beschäftigte dem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zur Arbeitsniederlegung gefolgt.
Die Beteiligung am Streik steigt weiter an. Ein Großteil der Operationen wurde abgesagt und ein Teil der Krankenbetten steht leer. Das setzt die Arbeitgeber weiter unter Druck.
Am Dienstagnachmittag demonstrierten die Streikenden aller drei Campus. Vom Standort Virchow und Mitte wurden gegen 15.30 Uhr zwei Demozüge gestartet. Gegen 17.00 Uhr fand auf der Müller- Ecke Fennstraße eine Kundgebung statt.
Bettina Weitermann, ver.di-Verhandlungsführerin sagte dazu: “Die sehr hohe Streikbeteiligung ist ein deutliches Zeichen, das hoffentlich auch von der Arbeitgeberseite verstanden wird. Bislang haben die Arbeitgeber leider nicht die Chance genutzt, um mit einem verhandlungsfähigen Angebot die angespannte Lage zu entschärfen.”
Zuvor hatte man mit den Arbeitgebern eine Notdienstvereinbarung ausgehandelt, um sicher zu stellen, dass alle wirklichen Notfälle und lebensbedrohlichen Erkrankten behandelt werden. An allen drei Charité-Standorten haben Clearingstellen die Arbeit aufgenommen, um Streitfälle mit den Arbeitgebern zu klären.