Tierschützer laufen Sturm gegen Neubau eines Tierlabors

Tierschützer laufen Sturm gegen Neubau eines Tierlabors

Laut der Tierschutzorganisation PETA plant das Berliner Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) ein Tierlabor zu bauen. Dort sollen an mehreren tausend Mäusen Versuche durchgeführt werden.

Dagegen will PETA nun weitere Schritte einleiten. Eine Online-Petition bildet den Auftakt. Christine Esch, Tierärztin bei PETA erklärte: „Die Menschen erwarten sich von der Wissenschaft Lösungen für die drängendsten medizinischen Probleme unserer Zeit. Ein neues Labor zu bauen, in dem Abertausende Mäuse zu Tode gefoltert werden, wird diese Probleme nicht lösen können.”

Man appellierte an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, endlich mehr Geld für zukunftsweisende tierfreie Forschungsmethoden zur Verfügung zu stellen und den Neubau des Tierversuchslabors am MDC zu verhindern.

Weiterhin soll bis 2016 ein Neubau geplant sein, in dem zeitgleich etwa 16.000 Mäuse gehalten werden sollen, die vor Ort gezüchtet und in Versuchen getötet werden.

Laut PETA hat man die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung über die erheblichen Bedenken zu diesem und anderen Tierversuchsvorhaben des MDC in Kenntnis gesetzt. Da die Senatsverwaltung an ihren Plänen festzuhalten scheint, wendet sich PETA mit der aktuellen Petition an den Regierenden Bürgermeister Wowereit und bittet ihn darum, den MDC-Neubau zu verhindern.

Foto: PETA Aktion gegen Tierversuche © Copyright by PETA

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Kommentare zum Artikel

Es gibt zurzeit 2 Kommentar/e zu dem Beitrag.

  1. Am 09.Feb 2012 schrieb Hoffender auf die Wissenschaft:

    Jawohl. Die Menschheit erwartet von der Wissenschaft die Lösing der dringensten medizinischen Probleme. Wenn tausende Mäuse helfen die Lösungen zu finden, oder auch nur Hinweise zu geben, dann ist das gerechtfertigt. Ich finde das Vorgehen der Senatverwaltung für richtig und zukunftsweisend.

    PETA geht es um die Abschaffung der gesamten Tierhaltung, also auch von Mäusen in Gefangenschaft und benutzt diese Aktion wieder nur um sich mediengerecht in Szene zu setzen.

    Selbst die laufenden Aktionen gegen Fischfang, oder die Klage von Orcas vor dem amerikanischen Gerichtshof haben nur einen vernünftigen Hintergrund, nämlich Medienwirksamkeit und Spenden einzusammeln. Diese Versickern dann im System ohne das Geld in Tierheimen oder Auffangstationen ankommt.

  2. Am 08.Mrz 2012 schrieb Robin:

    Dubiose Organisationen sollten generell nicht unterstützt werden, weder PETA noch Scientology. Mit seriösem Tierschutz hat PETA eh nichts zu tun und das Mäuschen auf dem Foto ist doch auch ganz freiwillig in den Käfig gekrochen – oder?

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