Liebig 14 – Nach Räumung Ausnahmezustand in Friedrichshain

Liebig 14 – Nach Räumung Ausnahmezustand in Friedrichshain

Nach der erfolgten Räumung des Hauses in der Liebigstraße 14 durch die Polizei, sammelten sich die Demonstranten gegen 09.00 Uhr an der Frankfurter Allee. Dort besetzen die Protestler die Kreuzung Frankfurter Allee / Ecke Warschauer Straße. Der Verkehr kam zeitweise zum Erliegen. Obwohl die Teilnehmer von massiven Einsatzkräften umzingelt waren, gelang es ihnen, ihren losen Protestzug über die Petersburger Straße wieder in den letzten Zipfel der Liebigstraße zurückzuführen. Dort wurden Sie abermals von der Polizei eingekesselt. Eine Mülltonne brannte. zur Galerie >>

Die Taktik der Demonstranten war es, in Bewegung zu bleiben, um die Polizeieinheiten zu verwirren. Diese versuchten mit kurzen Sprints auf Höhe der Protestler zu bleiben und rechtzeitig Fluchtwege zu versperren, um den Demonstrationszug nicht weiter ausufern zu lassen.

Nach kurzer Verschnaufpause gelang es den Demonstranten erneut von der Liebigstraße auf die Frankfurter Allee zu stoßen. Die war zu diesem Zeitpunkt zwischen Warschauer Straße und Niederbarnimstraße komplett gesperrt. Hunderte Protestler verteilten sich auf diesen Straßenraum und zogen Richtung Niederbarnimstraße. Als die Masse nun versuchte in diese Straße einzubiegen, kam es zu einem heftigen Handgemenge zwischen Polizei und einzelnen Teilnehmern. Dabei kam es auch zu einigen leichteren Verletzungen. Die Polizei versuchte hier eine Festnahme durchzusetzen.

Frankfurter Allee Ecke Warschauer Massive Polizeipräsenz

Frankfurter Allee Ecke Warschauer Massive Polizeipräsenz

Kurz darauf schwenkte der Demonstrationszug wieder zurück über die Frankfurter Allee in Richtung Kreuzung Frankfurter Allee / Ecke Warschauer Straße. Dort versuchte die Polizei, mit ihrem enormen Aufgebot die Straßen frei zu halten. Mal gelang dies, mal gelang dies nicht. Vereinzelt kam es zu Handgreiflichkeiten gegen Protestierer, die ein Plakat entfalten wollten.

Zwischen 10.30 Uhr und 11.00 Uhr lösten sich erste Teilnehmer und verließen nach und nach das Areal. Während der gesamten Proteste detonierten vereinzelt Böller. Die Stimmung war teilweise gereizt und es gab einige leicht Verletzte. Im Gegensatz zum vergangenen Samstag war es weitaus friedlicher.

Das überaus starke Polizeiaufgebot inklusive Wasserwerfer, schwerem Räumfahrzeug, Straßenabsperrungen und unzähligen Mannschaftswagen, erweckte bei Beteiligten, Passanten und Anwohnern den Eindruck eines Ausnahmezustandes. Besonders die Autofahrer reagierten genervt. zur Bildgalerie >>

Empfehlen Sie diesen Artikel

Ähnliche Beiträge

Wenn Sie dieses Thema interessiert, gefallen Ihnen eventuell auch diese Artikel.


Kommentare zum Artikel

Es gibt zurzeit 2 Kommentar/e zu dem Beitrag.

  1. Am 02.Feb 2011 schrieb hubertus hartke:

    toll, da lassen die eigentümer auf staatskosten räumen, um das objekt dann teurer – weil lerrstehend – zu verkaufen. und ich soll das mit meinen steuern bezahlen!?! die wußtemn doch was sie kaufen. ich fordere dazu auf die räumungskosten vom eigentümer zurück zu verlangen!

  2. Am 02.Feb 2011 schrieb Heino:

    das ist ne gute Idee, mit den Steuern.

    Aber ob das Haus so schnell weiter verkauft werden kann, dass wage ich zu bezweifeln.
    Zunächst werden regelmäßig Anschläge verübt werden, folglich muss rund um die Uhr Wachschutz das Objekt schützen.
    Ob es da dann noch Interessenten gibt.?

Kommentar schreiben

Kommentieren Sie den Artikel! Bitte füllen Sie alle Felder aus!

You must be logged in to post a comment.