30. Lange Nacht der Museen – Über 1.000.000 Tickets verkauft

30. Lange Nacht der Museen – Über 1.000.000 Tickets verkauft

Diesmal gibt es in 70 Museen spezielle Führungen, Vorträge, Workshops, aber auch Filme, Konzerte, Klang-Installationen, Performances und Mitmach-Aktionen wie Foto-Shootings, Aktzeichnen u. ä. zu erleben. Etliche Museen beziehen sich in ihren Programmen direkt auf den 300. Geburtstag Friedrich des Großen.

Seine ehemalige Residenz kann im Schloss Charlottenburg in Augenschein genommen werden, ein Vortrag im DDR-Museum erinnert an die zwiespältige preußische Tradition zu DDR-Zeiten und das Anti-Kriegs-Museum gestaltet eine Sonderausstellung über den Preußenkönig zwischen Krieg und Frieden. Welche Beziehung der bekannteste Hohenzoller zum Hanf hatte, beantwortet das bundesweit einzige Hanf Museum und im Computerspielemuseum lassen sich originale Schlachten des 18. Jh. simulieren. Auf den Spuren des Monarchen können kleine und große Leute in der Berlinischen Galerie eigene Skulpturen bauen oder im Labyrinth Kindermuseum Berlin den streng durchgeplanten Tagesablauf des “flinken Fritz” nachempfinden. In der Königlichen Porzellan-Manufaktur, 1763 von Friedrich II. gegründet, beantworten Live-Speaker Besucherfragen. Im Jüdischen Museum stellt ein spezieller Rundgang die widersprüchliche Zuwanderungs- und Religionspolitik des Königs, seine Politik gegenüber den Juden vor.

Getreu dem Friedrich-Motto “Jeder nach seiner Fasson”, haben viele Museen einen assoziativen Zugang zum Thema gewählt oder laden mit bewährten und beliebten Programmen ganz ohne Friedrich zur Entdeckung ihrer Häuser ein. 19 Häuser warten diesmal mit speziellen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien auf. Neu bei der langen Nacht sind die Filmakademie Kelle mit ihrer historischen Kamerasammlung, das Historiale Berlin Museum mit einer Ausstellung zur Geschichte Berlins und der Tränenpalast, der den deutschen Alltag in Zeiten von Teilung und Grenze veranschaulicht.

Treffpunkt Kulturforum

Vor der Eingangshalle des Kulturforums wird die Lange Nacht um 18 Uhr mit Fanfarenklängen und Grußworten eröffnet. Eine Video-Installation mit Flötentönen stimmt auf das Thema “Friedrich II.” und die Reise durch die Lange Nacht ein. Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin offeriert exklusiv eine Friedrich-Plakette zum Jubiläumspreis. Infostände, Routenplan und die Abendkassen ergänzen das Angebot. Direkt an der Potsdamer Straße ist der zentrale Umsteigeplatz für die Shuttle-Busse, die auf sechs Routen die Museen verbinden.

Art-Lounge, Live-Radio und Führungen durch die Gemäldegalerie für echte Nachteulen

Bei ersten Erschöpfungszuständen empfehlen sich kulinarische Köstlichkeiten und Shiatsu-Massagen im Foyer des Kulturforums oder auch der Besuch der Art-Lounge – eine Kooperation mit art’otel und radioeins. Bis 4 Uhr morgens kann man hier Cocktails schlürfen, Kicker spielen und Visual Art der Schweizer Pixelpunx erleben. Für echte Nachtschwärmer führt Dr. Henrik Engel zwischen 2 und 4 Uhr zu den Alten Meistern in der Gemäldegalerie.
Detailliertes Programm unter www.lange-nacht-der-museen.de >>

Tickets
Das Kombiticket kostet 15 / ermäßigt 10 Euro. Für Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei.
Tickets und das kostenlose Programmheft gibt es in allen beteiligten Museen, den Theaterkassen, BERLIN Infostores, im Kundencenter der Berliner Zeitung, bei der S-Bahn Berlin und der BVG (an den Automaten keine ermäßigten Tickets). Das Kombiticket gilt für den Besuch aller Veranstaltungen, für die Benutzung der Shuttle-Bus-Routen und für BVG und S-Bahn im Tarifbereich ABC (von 15 bis 5 Uhr).

Termin: Sonnabend, 28. Januar 2012, 18.00 bis 2.00 Uhr