ZDF-Doku zeigt wie beklemmend schnell Rudi Assauers Krankheit tatsächlich fortschreitet
“Mir geht es gut.” Das sagte Rudi Assauer, der schwer an Alzheimer erkrankte frühere Fußballmanager, in der ZDF-Sendung “Volle Kanne – Service täglich”. Assauer sprach darin erstmals im Fernsehen über seine schwere Erkrankung. Gerade er, der Macher ist dement.
Er vergisst immer mehr und immer schneller: Namen, Orte und seine eigene Biografie. Seit zwei Jahren weiß Assauer, dass ihn das gleiche Schicksal getroffen hat, das bereits seine Mutter und seinen Bruder ins Vergessen gleiten ließ. Doch er will sich von der Krankheit nicht unterkriegen lassen und zeigen, dass ein Weiterleben trotz fortschreitender Demenz möglich ist.
Vor mehr als einem Jahr willigt Rudi Assauer ein, dass ihn ein ZDF-Team bei seinem Kampf gegen die Krankheit begleitet. Autorin Stephanie Schmidt durfte über Monate teilnehmen an Situationen, die für Rudi Assauer zunehmend zur Herausforderung werden: Ein Stadionbesuch, bei dem er Prominente trifft, deren Namen ihm längst entfallen sind, die Konfrontation mit Anekdoten, in denen er sich nicht mehr wiedererkennt, Klinikbesuche, die immer deutlicher werden lassen, wie schnell die Krankheit fortschreitet. Assauers Familie schützt ihn und schirmt ihn in der Öffentlichkeit ab. Im Verlauf der Langzeitdokumentation zeigt sich, wie die Krankheit für Assauers Ehe zur Herausforderung wird. Familienmitglieder und prominente Freunde berichten im Interview von ihrem Weg mit Rudi Assauer.
Den Zeitpunkt, wann und wie die Öffentlichkeit von seiner Alzheimer-Erkrankung erfährt, hat der ehemalige Fußballmacher selbst bestimmt. Die schlagartige Aufmerksamkeit für ein Schicksal, das so viele Menschen trifft, ist ein später, und vielleicht sogar der größte Sieg des Rudi Assauer.
Sendehinweis: 37°: Rudi Assauer – “Ich will mich nicht vergessen!”, ZDF, Dienstag, 23:15 Uhr
Foto: Rudi Assauer mit seiner Tochter Betty (Bettina) Michel / Quelle: ZDF, Willi Weber