Keine Einigung im Tarifkonflikt zwischen ver.di und BVG – Arbeitskämpfe angedroht

Keine Einigung im Tarifkonflikt zwischen ver.di und BVG – Arbeitskämpfe angedroht

Am Montag fand in der BVG-Zentrale an der Holzmarktstraße die 5. Verhandlungsrunde zwischen ver.di und der Arbeitgeberseite statt. Vor dem Verhandlungsbeginn, ab 9.30 Uhr überreichten rund 250 BVG- und BT-Beschäftigte vor dem Gebäude der Arbeitgeberseite eine Protestnote.

Mitgeteilt wurde darin, dass das bislang vorgelegte Angebot der Arbeitgeberseite mit den viel zu geringen Einkommenssteigerungen und der angestrebten Laufzeit von vier Jahren nicht akzeptabel sei. Die Arbeitgeberseite sprach davon, dass die Vorstellungen beider Seiten noch weit auseinander liegen.

zum Update: Wieder Streik bei der BVG? – Antrag auf Streikunterstützung gestellt >>

Das am Montag von der Arbeitgeberseite vorgelegte Angebot beinhaltete einige neue Vorschläge. Demnach soll die Laufzeit des Tarifvertrages bis 30. April 2015 gelten. Angeboten wurde auch eine stufenweise Tariferhöhung: 1,4 Prozent mehr Gehalt ab Mai 2012, weitere 1,2 Prozent mehr Gehalt ab Mai 2014, und eine Erhöhung um 1,5 Prozent ab Januar 2015. Zusätzlich boten die Arbeitgeber zwei Einmalzahlungen mit einem Gesamtvolumen von 500 Euro je Arbeitnehmer an. Die erste Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro ist sofort fällig, die zweite Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro erhalten die Arbeitnehmer zum 1. Mai 2013. Außerdem sollte eine Vereinheitlichung des Urlaubsanspruchs auf 30 Tage für alle Arbeitnehmer bis 2015 eingeführt werden. Bislang erhalten Arbeitnehmer differenziert nach Alter zwischen 26 und 30 Tagen Urlaub. Diese Regelung soll nun vereinheitlicht werden.

Die Gewerkschaft äußerte sich dazu differenziert. Demanch hätte es beim Angebotsvolumen kaum Verbesserungen gegeben, der Vorschlag zur Laufzeit wurde aber von ursprünglich 48 auf 36 Monate verkürzt. Die ver.di-Tarifkommission wird am kommenden Donnerstag, 9. Februar 2012 zusammentreten und den Verhandlungsstand bewerten. Möglicherweise wird die Tarifkommission Beschlüsse zu ersten Arbeitskämpfen in diesem Tarifkonflikt beschließen. Damit droht ver.di verdeckt mit Streiks, was zunächst eher als Taktik angesehen werden kann.

zum Update: Wieder Streik bei der BVG? – Antrag auf Streikunterstützung gestellt >>