BVG-Streik: Warnstreik für Samstag beschlossen – Den ganzen Tag geht nichts!

BVG-Streik: Warnstreik für Samstag beschlossen – Den ganzen Tag geht nichts!

Wie die ver.di-Tarifkommission für die BVG/BT am Mittwoch mitteilte, hat diese in ihrer heutigen Sitzung das vorliegende Angebot der Arbeitgeberseite einstimmig als unzureichend abgelehnt. Aus diesem Grunde wurde nun ein Warstreik beschlossen.

Scheinbar ist es nicht gelungen, sich in sechs Verhandlungsrunden anzunähern. Deshalb wollen die Beschäftigten deutlich machen, dass ihre Geduld erschöpft ist. Die Tarifkommission hat nach intensiver Diskussion einstimmig beschlossen, die Beschäftigten der BVG/BT zu einem Warnstreik am kommenden Samstag, dem 18. Februar 2012 aufzurufen. Der Warnstreik wird von Betriebsbeginn – etwa 4.00 Uhr – bis zum Abend – ca. 19.00 Uhr – dauern.

Laut ver.di hat man sich bewusst den Samstag für eine erste Streikaktion gewählt, um die Auswirkungen für die Fahrgäste in Grenzen zu halten. Gleichwohl soll mit dem Warnstreik ein deutliches Zeichen gesetzt werden.

Man will nun den nächsten Verhandlungstermin am kommenden Montag, 20. Februar 2012 wahrnehmen und erwartet, dass die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot unterbreiten.

Hintergrund:

Laut Gewerkschaft beinhaltet das Angebot der Arbeitgeber über die geplante Laufzeit von drei Jahren eine Steigerung von insgesamt 4,9 Prozent. Bezogen auf die Einkommensgruppe 5 (Referenzgruppe, z.B. Busfahrer) bedeutet das für einen Neubeschäftigten (EG 5, Stufe 1) eine monatliche Steigerung bis zum Ende der Laufzeit um 94,69 € brutto.

Sowohl die ver.di-Verhandlungs- als auch die Tarifkommission haben dieses Angebot als viel zu gering bewertet, da es noch nicht einmal annähernd die Inflationsverluste ausgleiche. ver.di hat sich bereits in der Tarifrunde 2010 mit der Arbeitgeberseite auf einen sehr moderaten Abschluss von 3 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten geeinigt. In der Tarifrunde 2012 erwartet die Gewerkschaft den Inflationsausgleich und ein Plus obendrauf. Diese Forderung wurde demnach so formuliert, um viel Spielraum für Verhandlungen zu lassen.

zum Artikel: Arbeitgeber halten Warnstreik bei BVG für unverhältnismäßig – Fahrpreiserhöhungen drohen >>

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Kommentare zum Artikel

Es gibt zurzeit 4 Kommentar/e zu dem Beitrag.

  1. Am 15.Feb 2012 schrieb Maria:

    Gute Nachrichten für alle die nicht arbeiten müssen bzw. sowieso zu hause bleiben. Für alle anderen natürlich ärgerlich dass man nicht fahren kann wenn man auf die BVG angewiesen ist.

    p.s. bitte beim nächsten Bericht auf Rechtschreibfehler achten!!

  2. Am 15.Feb 2012 schrieb Marcel:

    Schade für die Gäste des Bundesligaspiels zwischen Hertha und Dortmund. Da Hertha und die BVG beim Thema zusätzliche Fahrleistungen bei Heimspielen schon häufiger versagt haben, wird es diesmal um so schlimmer. Die S-Bahn wird 70.000 Fans nicht abfangen können. Das wird ein absolutes Verkehrschaos mit vielen unschönen Emotionen. Die zwei häufigsten in einem Kontext genannten Wörter werden nicht “Hertha” und “BSC” sondern “Scheiß” und “BVG” sein.

  3. Am 15.Feb 2012 schrieb Oliver:

    Die schei** Gewerkschaft hat echt einen an der Latte. Ich wäre happy, wenn ich 94,69 € brutto mehr bekommen würde.

    Von mir aus soll dieser Verein verrecken. Klar ist der Streik blöd, aber es kann nicht sein, dass sich Bund und Stadt ständig von den Gewerkschaften erpressen lassen.

  4. Am 16.Feb 2012 schrieb Jutta Pirzer:

    Ja, ja der “Inflationsausgleich” bei den so gering verdienenden BVG-lern, von den die meisten nicht mal Höflichkeit und Freundlichkeit beherrschen. Die blöden Rentner, die anscheinend keine Mieten zahlen müssen, nie einkaufen usw. werden mit läppischen 0,99 % abgefunden und haben gefälligst den Mund zu halten. Und was sollen nun all die Berufstätigen machen, die eben auch am Sonnabend arbeiten müssen? Taxi fahren? Eine Unverschämtheit, die ja doch auf die Fahrpreise abgewälzt wird.

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