ver.di stellt GlobeGround ein Ultimatum – Warnstreiks an Berliner-Flughäfen möglich
Am Montag werden wegen des laufenden Tarifkonflikts zwischen der Fraport AG und der Gewerkschaft der Flugsicherung e.V. (GdF) die Mitarbeiter der Vorfeldkontrolle in Frankfurt streiken. Damit nicht genug. Am Montag will ver.di auch in Berlin den Flugverkehr am Boden halten. Dies könnte dann passieren, wenn demnächst 1.700 Bodenpersonaler ihre Arbeit niederlegen.
In Frankfurt sorgen derzeitig etwa 200 Mitglieder in der Verkehrszentrale, der Vorfeldkontrolle und der Vorfeldaufsicht der Fraport AG für ordentlich Kopfschmerzen bei den Flughafenbetreibern. Am Montag, den 20.02.2012, soll in der Zeit 05:00 Uhr bis Dienstag, den 21.02.2012, 05:00 Uhr wird ein befristeter Arbeitskampf stattfinden.
In Frankfurt weigern sich die Arbeitgeber einer Lohnerhöhung von 40 bis 50 Prozent zu akzeptieren. Man rechnet für Montag jedoch damit, dass auch im Fall des morgigen Streiktags wieder bis zu 70 Prozent der ca. 1.250 geplanten Flugbewegungen sichergestellt werden können. Das wird besonders auf alle interkontinentalen Flugbewegungen zutreffen.
In Berlin hat ver.di am Samstag mit einem Warnstreik seiner Mitglieder erreicht, dass zwischen 4.00 Uhr und 19.00 Uhr etwa 1,8 Mio. Fahrgäste nicht von U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen befördert werden konnten. Aber ver.di kämpft nicht nur zu Land sondern auch zu Luft.
Deshalb will man am Montag den Verantwortlichen des Flughafendienstleisters GlobeGround Berlin GmbH (GGB) ein Ultimatum vorlegen. Damit möchte man den Arbeitgeber auffordern, der Forderung zuzustimmen, dem Bodenpersonal in den nächsten 12 Monaten 4 Prozent mehr Lohn zu zahlen. Im Gegenzug bietet die Gewerkschaft eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit von derzeitig 36 auf 37,50 Stunden an. Laut ver.di-Verhandlungsführer Jens Gröger soll das Ultimatum am Freitag auslaufen. Bewegt sich der Arbeitgeber bis dahin nicht, könnte es schon am kommenden Wochende zu ersten Warnstreiks kommen.