Erzieher gesucht – Regierung startet Initiative “Profis für die Kita”
Berlin – Das Ziel ist mehr Nachwuchs für den Erzieherberuf zu gewinnen. Deshalb startete am Dienstag unter Federführung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege die Schülerkampagne der Initiative “Profis für die Kita”.
Zwischen 2006 und 2011 sollen über 61.000 Erzieherinnen und Erzieher (49.000 Westdeutschland, 12.000 Ostdeutschland) in den Kitas eine neue Beschäftigung gefunden haben. Laut Ministerium werden in den nächsten Jahren aber noch weitere Erzieherinnen und Erzieher benötigt, um den verbleibenden Ausbau der Kinderbetreuung in Westdeutschland und die beginnende Pensionierungswelle in Ostdeutschland auch personell abzusichern.
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder sagte dazu in Berlin: “Erzieherinnen und Erzieher legen mit ihrer Arbeit den Grundstein für die späteren Bildungserfolge und die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern.”
Ins Leben gerufen wurde die Initiative “Profis für die Kita” von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gemeinsam mit den Berufsverbänden. Mit Unterstützung des Bundesfamilienministeriums startete die GEW 2011 die gleichnamige Imagekampagne. Neben der Gewinnung von Männern und Frauen mit und ohne Migrationshintergrund – auch über 40 Jahren – zielt sie darauf ab, das fachliche Niveau und die gesellschaftliche Wertschätzung dieses Berufs zu steigern. Für die Imagekampagne stellt das Bundesfamilienministerium bis Ende 2012 rund 370.000 Euro zur Verfügung.
Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz
Um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige ab August 2013 zu gewährleisten, will das Bundesfamilienministerium die Länder und Kommunen in erheblichem finanziellem Umfang beim quantitativen und qualitativen Betreuungsausbau unterstützen. Demmnach stehen bis 2013 insgesamt vier Milliarden Euro für die Schaffung neuer Plätze, aber auch zur Mitfinanzierung der Betriebskosten zur Verfügung. Ab 2014 will man sich mit jährlich 770 Millionen Euro an den Betriebs- und damit auch an den Personalkosten beteiligen.
Foto: Bundespresse